Zum Inhalt springen

Beiträge aus der Kategorie ‘Consulting’

Optimales Verhältnis für Lagerbestände und Lieferservice

Lager- und Logistik

Smart logistic industry 4.0 – Optimaler Lagerbestand

In der aktuellen Situation stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, Lagerbestände zu reduzieren, ohne dabei die Versorgungssicherheit der Produktion und der Kunden zu gefährden. Dabei ist die Erreichung eines optimalen Bestandsniveaus, welches einen hohen Servicegrad bei geringer Kapitalbindung sicherstellt, oberstes Ziel.

In vielen Unternehmen sind grundlegende Bestandsparameter, wie Bestandsreichweiten, Meldebestand, Bestellmengen und Bestellzyklen historisch bedingt und werden nur selten dynamisch an sich ändernde Rahmenbedingungen angepasst. Unsichere Absatzprognosen, hohe Wiederbeschaffungszeiten, saisonale und unregelmäßige Nachfrageschwankungen, ungleichmäßige Auslastung der Produktionsbereiche oder eine schlechte Qualität in der Bedarfs- und Beschaffungsplanung führen zu einem sukzessiven Aufbau der Bestände entlang der gesamten Supply Chain. Dies führt neben einem erhöhten Flächenbedarf langfristig zu steigenden Logistik- und Lagerhaltungskosten.

ifp consulting unterstützt Produktionsunternehmen dabei, die Bestände systematisch zu reduzieren und Lagerbestände und Lieferservice in ein optimales Verhältnis zu bringen. Hierfür werden gezielte Analysen der Bestände sowie der Logistik- und Dispositionsprozesse durchgeführt. So können überdimensionierte Bestände identifiziert und die Ursachen für den Bestandsanstieg systematisch heraus gearbeitet werden. Darauf aufbauend entwickeln wir Maßnahmen für eine nachhaltige Bestandsreduzierung, wie z.B.:

  • Gezielte Anpassung der Dispositionsparameter
  • Analyse elementarer Lagerkennzahlen und Ermittlung der Lagerkosten
  • Ermittlung der optimaler Bestellmengen
  • Festlegung der Zielbestandshöhen entlang der gesamten Wertschöpfungskette
  • Optimierung der Bedarfsermittlung und Bedarfsprognosen
  • Lieferantenmanagement zur Verbesserung der Liefertreue
  • Synchronisation von Dispositions-, Bereitstell- und Produktionsprozessen
  • Anpassung von Beschaffungsstrategien
  • Prüfung alternativer Konzepte wie bspw. die Warenlieferung über Konsignationslager oder Vendor Managed Inventory (VMI)
  • Implementierung eines dynamischen KPI-Dashboards zur schnellen Identifizierung zu hoher bzw. zu geringer Bestände
  • Implementierung eines nachhaltigen Bestandsmanagements

Sprechen Sie mit uns, über Ihre Anforderung an eine optimale Logistik und Lagerhaltung.
Wir freuen uns über Ihren Anruf unter: +49 89 456727 0.

ifp consulting – bundesweit für Sie vor Ort.

Neuausrichtung der Strategie in Produktion und Logistik

Wie wichtig ist die Neuausrichtung der Strategie in der Corona Krise?

Interview mit Geschäftsführer Michael Braunschmidt  zum Thema Neuausrichtung und strategisches Vorgehen für Produktion und Logistikketten.

Der Produktionsspezialist und Logistikexperte berichtet über die aktuelle Lage in den Unternehmen und warum gerade jetzt die Konzentration auf die Strategie eine wichtige Rolle spielt.

Herr Braunschmidt, Sie sind als Geschäftsführer einer Unternehmensberatung im Bereich der Produktion und Logistik gerade mitten im Geschehen. Inwiefern sehen Sie einen bevorstehenden Wandel durch die Corona-Krise auf die Unternehmen aller Branchen zukommen?

In der jetzigen Krisensituation bleibt der Fokus zunächst mal strikt auf dem Cargo and shippingKostenmanagement. Das ist durchgängig in allen Unternehmen zu sehen, die wir beraten. Dann rücken erst Themen wie die Optimierung der Supply Chain mit OPEX und CAPEX nach. Und eine weitere Beobachtung ist, dass hier insbesondere die Risikobewertung des Supply Chain Netzwerkes (Stichwort Supply Chain Mapping) eine große Rolle für die Unternehmen spielt.

Auch hatten die Unternehmen zu Beginn der Krise andere Anforderungen an die Beratungen, z.B. waren kurzfristige Anpassungs-Konzepte für einen vorübergehenden Lockdown zunächst erforderlich. Es gab viele Krisenherde gleichzeitig, die kurzfristig bewältigt werden mussten. Mangelnde Transparenz und unklare Prioritäten galt es zu beseitigen, um überhaupt handlungsfähig zu bleiben und einen chaotischen Wiederanlauf zu vermeiden. Jetzt hat sich die Lage aber in eine andere Richtung verändert. Anstatt über das Herunterfahren von Produktionssystemen nachzudenken, wollen die Unternehmen schnell zurück in eine veränderte Normalität. Plötzlich spielen Faktoren eine Rolle, die eine Kehrtwendung um 180 Grad für alle Beteiligten bedeuten.

Können Sie dafür Beispiele nennen?

Während in der Vergangenheit weitere neue Standorte im Ausland bei den meisten Firmen in der Planung waren, ist es jetzt so, dass über die regionale Produktion, Lagerung und den Einkauf verstärkt nachgedacht wird. Der neue Hype dreht sich also um die Regionalisierung – das war so nicht abzusehen vor der Krise. Wir hatten zwar einige Unternehmen zum Thema Insourcing beraten, aber eine derartige Kehrtwende bei der Neubewertung lokaler und globaler Sourcing-Strategien kam auch für uns überraschend.

Bedeutet dies, dass die Unternehmen versuchen sich komplett von China oder den USA unabhängig zu machen?

Das kann man so sicherlich nicht erwarten. Weder ist dies im Zeitalter der Globalisierung möglich, noch sinnvoll. Aber was wir schon seit längerem empfehlen, ist eine Umkehrstrategie zum bisherigen Outsourcing. Hier versprechen wir uns für die Produktion und Logistik profitable Vorteile, die neben der Autonomie über die Prozesse eben auch die Wiedererlangung von Know-how bringt. Somit lässt sich durch das Insourcing der Produktionslogistik die gesamte Wertschöpfungskette nach den eigenen Bedürfnissen gestalten. Ein wichtiges Stichwort ist in diesem Zusammenhang: Data Ownership. Das bedeutet für die Unternehmen, das sämtliche Daten und damit sind die 1st Party Daten des Lieferprozesses gemeint, wieder vom Unternehmen selbst erhoben und ausgewertet werden können. Das beinhaltet dann wiederum ganz andere Optimierungsmöglichkeiten, die gerade jetzt in der Corona-Krise auch zu neuen Handlungsoptionen führen.

Gibt es neben der Regionalisierung noch weitere Schwerpunkte, die jetzt in Produktion und Logistik gesetzt werden?

Logistik-InsourcingWir haben ja schon seit vielen Jahren den Wunsch der mittelständischen Unternehmen im Bereich Digitalisierung den Großen nachzuziehen. Dieser Prozess kam vor der Krise eher schleppend voran. Gerade der Bereich Produktion war dem Thema Digitalisierung zwei Schritte hinterher. Auch das hat sich durch die Corona-Krise verändert. Hier wird gerade jetzt bei den KMU´s ordentlich gepusht, damit im Falle eines erneuten Lockdowns schneller auf derartige Konzepte und Maßnahmen zurückgegriffen werden kann. Allerdings liegt der Fokus v.a. im Bereich der virtuellen Zusammenarbeit im indirekten Bereich, was eine Folge des hohen Home Office Anteils und der geringen Reiseaktivität ist. Die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Systemen steht für viele Unternehmen noch an oder hat gerade erst begonnen. Hier liegt im Falle einer erneuten Pandemie für den Mittelstand ein enormes Risiko. Denn Handlungsfähigkeit kann in einer solchen Situation nur erhalten bleiben, wenn die Prozesse digitalisiert sind und damit remote gesteuert werden können. Hier sehen wir neben völligem Stillstand derzeit auch Bereiche, die mit blindem Aktionismus genauso viel Geld verbrennen wie die komplett Untätigen. Beides ist natürlich nicht zielführend. Auch wenn wir von einem Virus überrascht wurden, sollte doch ein zielgerichtetes strategisches Handeln wieder die Unternehmensgeschicke bestimmen.

Sie meinen also, dass gerade jetzt eine durchgängige Strategie wichtig ist. Weshalb empfehlen Sie dies im Moment, wo doch schnelles Handeln das Gebot der Stunde ist?

Gerade die durch die Pandemie ausgelöste Krise in vielen Unternehmen ist absurder Weise der ideale Zeitpunkt, um sich neu zu orientieren. Jetzt muss die Unternehmensstrategie geprüft, und gegebenenfalls angepasst und in besonderen Fällen vollkommen neu gedacht werden.  Wenn diese Erkenntnis vorliegt, kann ich aus meiner jahrelangen Erfahrung nur dazu raten diesen Prozess methodisch strukturiert, mit einem Blick über den Tellerrand schnell zu starten. Damit, und das wird oft vergessen, durch eine Krise auch eine Stärkung des Unternehmens und des Geschäftserfolges mit einhergeht.

Mehr als je zuvor bedarf es dabei einer strategischen Ausrichtung basierend auf Methoden, wie der SWOT-Analyse, um dann einen Maßnahmenplan zu erstellen, der Prioritäten setzt, Rückstände aufholt und einen schnellen Anlauf ermöglicht.

Nehmen wir einmal die Digitalisierungsstrategie. Trotz aller schnell geforderten Verfügbarkeit ist genau zu bedenken, wo möchte das Unternehmen hin? Welche Schwachstellen hat das Unternehmen? Welche Strategie eignet sich für die definierten Ziele am besten? Nur mit einer geplanten und strukturierten Handlungsweise ist die Erreichung der künftigen Unternehmensziele auch realistisch. Hands-on Mentalität hilft zwar, damit der Stein überhaupt ins Rollen kommt – aber damit Unternehmen jetzt tragfähige Konzepte entwickeln, darf der notwendige Schritt der Strategiebildung nicht übersprungen werden.

Und nicht zu unterschätzen ist die Beteiligung der Führungskräfte an diesem Prozess, sowie der  intensive Austausch mit der Belegschaft, damit das erforderliche Changemanagement nicht übersprungen wird. Sonst fehlt es bei der Umsetzung an der entsprechenden Entschlossenheit und Geschwindigkeit.

Herr Braunschmidt, die Wirtschaft versucht nun einen Wiederanlauf, der die veränderte Situation berücksichtigt und die Unternehmen wieder handlungsfähig macht. Viel Zeit für Workshops und aufwändige Meetings bleibt da gerade nicht. Was raten Sie den Unternehmen in der aktuellen Situation ganz konkret?

Trotz allem Verständnis für die operativen, oft zeitfressenden Themen ist es ratsam sich bewusst Zeit zu und intensiv mit dem Strategieprozess zu beschäftigen. Dabei ist externe Unterstützung für die Erarbeitung der Methodik hilfreich, auch um die Experten für den Wissenstransfer zu nutzen. Nach der Erfassung der Datenbasis wird dann im nächsten Schritt priorisiert. So gelangen die einzelnen zu einem geeigneten Maßnahmenplan, den wir z.B. im ifp-Strategiehaus herauszuarbeiten.

So kann selbst in großen Unternehmen durch agile Projektarbeit und Fokussierung ein gute Strategie schon nach einigen Wochen entstehen, ohne dabei methodische oder inhaltliche Abstriche gemacht zu haben. Natürlich hängt dieser Zeitraum immer auch davon ab, welcher Bereich am stärksten von einer möglichen Neuausrichtung der Strategie und einem Changemanagement betroffen ist.

Michael Braunschmidt, ifp consultingÜber Michael Braunschmidt

Michael Braunschmidt ist seit 01.06.2019 neben Dr.-Ing. Philipp Michaeli Geschäftsführer bei der ifp consulting GmbH & Co. KG. Braunschmidt ist ausgebildeter Wirtschaftsingenieur und war bereits von 2004 bis 2007 als technischer Unternehmensberater bei der ifp. Er war in den letzten 12 Jahren in unterschiedlichen Bereichen und Führungsfunktionen bei Bosch Hausgeräte GmbH tätig. Zuletzt war er Fabrik- und Standortleiter am Standort Dillingen. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der Produktion und Fertigung verfügt Michael Braunschmidt über umfangreiche Erfahrungen und beste Fachexpertise.

Corona-Krise im Unternehmen erfolgreich meistern

Die 5 wichtigsten Tipps für Produktion & Logistik

Corona-Krise – 5 Tipps für Produktion & Logistik

 

Viele Unternehmen in Produktion & Logistik haben aktuell mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Tatsächlich stellt die rasante Ausbreitung von Covid-19 alle Firmen in Produktion & Logistik vor neue Herausforderungen: schnelle, digitale Lösungen finden, Betriebsabläufe instand halten und gleichzeitig Engpässe & Lieferschwierigkeiten überbrücken, Mitarbeiter motivieren, Arbeitsprozesse umorganisieren und vieles mehr.

Hier ist vor allem das Supply Chain Management gefragt. Doch auch Vertrieb, Einkauf, Beschaffungs- & Distributionslogistik, Fertigung, Personalwesen und die Finanzabteilung müssen ihr Übriges tun, damit das Krisenmanagement von Erfolg gekrönt ist. 5 Handlungsfelder bzw. Maßnahmen sind dabei von besonderer Bedeutung.

5 allgemeine Handlungsfelder, mit denen Sie Corona im Betrieb überstehen

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Tipps für den Umgang mit dem Corona-Virus für Produktion & Logistik, die sich bereits bewährt haben. Außerdem verraten wir Ihnen im Schlussteil, wie Sie Ihre Unternehmenserfolge auch nach Corona absichern.

1) Gestalten sie den Arbeitsalltag neu

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Doch wie lassen sich verschärfte Vorschriften wie Kontaktverbot und Sicherheitsabstand im Arbeitsalltag umsetzen? Je nachdem gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • kleine Arbeitsgruppen mit versetzten Schichten
  • Mitarbeiter im Home Office einsetzen
  • für Infektionsschutz am Arbeitsplatz sorgen

Sehr wichtig ist vor allem die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Halten Sie Ihre Belegschaft auf dem Laufenden und suchen Sie regelmäßig den Kontakt. Auf diese Weise bleiben Ihre Mitarbeiter motiviert & optimistisch. Ein Faktor, der wesentlich für ein erfolgreiches Krisenmanagement ist.

 

2) Arbeiten Sie digital

Mit Hilfe von digitalisierten Kommunikations- & Arbeitsabläufen können Sie Ihren Betrieb effektiv am Laufen halten. Bedingung hierfür sind natürlich geeignete digitale Arbeits- & Kommunikationsmittel zur Koordination, die Sie Ihren Mitarbeitern bereitstellen.

Für viele Arbeitnehmer mag diese Situation neu sein. Beweisen Sie daher Geduld, schaffen Sie Vertrauen und seien Sie nachsichtig, wenn ein Produkt in der Ramp-Up-Phase an Effizienz verliert.

 

3) Passen Sie die Produktion flexibel an

Weniger Mitarbeiter vor Ort, Kundenaufträge brechen ein oder verändern sich – gerade jetzt braucht es Flexibilität. Nutzen Sie den Zeitpunkt, um Ihre Supply Chain auf neue Füße zu stellen. Achten Sie auf ein effektives Risikomanagement mit exakten Analysen, beispielsweise von Sicherheitsbeständen & Lagerreichweite, sowie angepassten Produktionsplänen.

Auch das Produktionsvolumen sollten Sie kritisch prüfen. Unter Umständen sind dafür Anpassungen von ganzen Geschäftsprozessen, Prozessketten sowie von einzelnen Maschinen und Anlagen notwendig, um eine volle Transparenz der Prozesskette zu erzielen.

So lässt sich die Fertigung an den veränderten Bedarf anpassen, um die eigenen Ressourcen effektiv zu nutzen. Darüber hinaus gilt es, den sogenannten Peitscheneffekt (bullwhip effect, whiplash effect) zu vermeiden: denn bereits kleinste Veränderungen in der Verbrauchernachfrage können sich zu starken Schwankungen in der Lieferkette aufschaukeln.

Mindestens ebenso wichtig: Die Absatzwege stabilisieren. Informieren Sie Ihre Kunden zum Beispiel rechtzeitig über veränderte Lieferzeiten. Auf diese Weise pflegen Sie das Kundenvertrauen in Ihr Unternehmen.

 

4) Bleiben Sie liquide und vermeiden Sie finanzielle Risiken

Die Handlungsfähigkeit von Unternehmen hängt zum Großteil von ihrer Liquidität und ihrem Risikomanagement ab. Hierbei ist die Sicherstellung von finanziellen Mitteln von entscheidender Bedeutung. Einige Firmen haben es bereits vorgemacht: Automobil-Produzenten stellen Atemgeräte für Krankenhäuser her, Modeunternehmen verlegen sich auf die Fertigung von Atemschutzmasken, Alkohol-Labels machen Desinfektionsmittel statt Schnaps – eines ist klar: Kreative Lösungen sind das Erfolgskonzept der Stunde.

Prüfen Sie, ob auch in Ihrem Unternehmen, der Umsatz auf andere Art und Weise gewonnen werden kann. Außerdem dürfen und sollen Sie alle finanziellen Hilfsangebote nutzen, die Ihnen durch die Krise helfen, angefangen von Soforthilfen der Bundesländer über Steuerstundungen bei den Finanzbehörden und andere Mittel zum Erhalt Ihres Unternehmens.

 

5) So sichern Sie zukünftige Erfolge im Unternehmen nach der Corona-Krise

Etwas Bedeutendes können wir aus der Corona-Krise mitnehmen: Wir sollten niemals unvorbereitet sein. Sobald sich also der Betrieb in Ihrem Unternehmen einigermaßen stabilisiert hat, sollten Sie präventive Maßnahmen treffen. Dazu zählen verifizierte Sicherheitskonzepte, umfangreicher Hygiene-Schutz für Mitarbeiter und leistungsstarke digitale Netzwerke.

 

Vor allem in der Anlaufphase eines Produktes nach der Krise, wirken sich Störungen und Veränderungen extrem ungünstig aus. Hier sollten Sie nachfassen und sich folgende Fragen beantworten:

  • Erfüllen Sie die 7 R‘s der Logistik?
  • Lässt sich die Qualitätssicherung im Wareneingang verbessern und so Hochlauf-Effekte in der Lieferkette feststellen?
  • Investieren Sie genug Ressourcen in die interne Qualitätskontrolle?
  • Priorisieren Sie Aufträge richtig oder können Sie hier nachbessern?
  • Halten Sie aktiv Kontakt zu Ihren Kunden?

 

Eine vollständige PDF-Checkliste mit allen wichtigen Maßnahmen, weiterführenden Informationen sowie praktischen Tipps & Links haben wir Ihnen unter Umgang mit Corona in Produktion & Logistik zusammengestellt.

 

Konkrete Tipps fürs Anlaufmanagement & zur Stabilisierung der Lieferkette

während & nach Covid-19 im Betrieb

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise gewinnt das Risikomanagement in Lieferketten & Produktionsprozessen an ganz neuer Bedeutung. So konstatiert der Report der BMÖ vom März 2020, dass hierzulande:

  • 79 % der Unternehmen über kein Risikomanagement mit Lieferanten verfügen
  • 66 % zwar eines haben, es aber nicht aktiv betreiben
  • lediglich 9 % die richtigen Maßnahmen ergreifen und sich die nächsten 12 Monate auf die Verbesserung des Versorgungssicherheit konzentrieren

 

Höchste Zeit also für Unternehmen in der Produktion & Industrie eine effiziente Supply Chain Transformation anzustreben und Risikoanalysen auf ein neues Level zu stellen. Auf diese Weise sind Sie auf zukünftige Krisen bestens vorbereitet.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Schritte, um Ihr Anlaufmanagement wieder zu starten und die Lieferkette zu stabilisieren:

1) Neustart der Lieferkette

Finden Sie zuverlässige, alternative Bezugsquellen zur Sicherung des Materialflusses. So kommen Produktionsengpässe und Lieferschwierigkeiten erst gar nicht auf.

2) Trennung von Regionen

Kategorisieren Sie ihr Produktionsnetzwerk nach Regionen & Schweregrad, um Wirtschaftsräume anhand regionsspezifischer Gegebenheiten zu verwalten.

3) Testen und Transparenz prüfen

Transparenz über den Infektionszustand in der lokalen Belegschaft schaffen, damit die „gesunden“ Mitarbeiter wieder arbeiten können.

4) Einheitliche Normen zur Reduzierung der Infektionsgefahr

Gewährleisten Sie einen umfassenden Infektionsschutz für Ihre Mitarbeiter, der sich an den gesetzlichen Normen orientiert.

5) Kapazität des Gesundheitssystems sichern

Achten Sie auf ein sicheres Gesundheitssystem mit festen & ausreichenden Kapazitäten.  Auf diese Weise erhalten Sie ein bedarfsgerechtes Interventionsfenster.

6) Neueinstellung und Umschulung

Bereiten Sie Ihre Belegschaft auf die neuen Anforderungen am Arbeitsplatz & der veränderten Interaktion mit Kunden und Lieferanten eingehend vor.

 

Grundsätzlich lässt sich festhalten:

Jetzt ist der Moment, um sich für Szenarien der Zukunft zu rüsten und die Supply-Chain gegen derartige Stress-Tests zu wappnen. Das erfordert Investitionen in neue Technologien und einen sukzessiven Kompetenz-Aufbau, um das eigene Geschäftsmodell erfolgreich weiterzuentwickeln und wettbewerbsstark zu bleiben.

Ratsam ist es daher, eine mittelfristige Unternehmensstrategie auf Basis von möglichen Szenarien sowie eines ausgefeilten Transformationsplans zu entwerfen, um nach Aufhebung der Restriktionen möglichst schnell wachsen zu können.

 

 

Consulting 4.0 – Digitalisierung braucht Experten-Netzwerke

Interview mit Spezialist Dr. Gerhard Nowak – Neue Herausforderungen im Consulting – Wie wichtig ist ein Experten-Netzwerk? – Tipps Consultant Auswahl

Weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: