Zum Inhalt springen

Smart factory Parsdorf – Ein Jahrhundertprojekt

ifp consulting begleitet KraussMaffei bei der größten Standortverlegung in Bayern seit dem
Münchner Flughafen „Franz Josef Strauß“

250.000 m2 Baufläche. Ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept für Produktion, Logistik, Digitalisierung und Energieeffizienz. Und eine der engagiertesten unternehmerischen Neuausrichtungen in der Historie des Freistaates. „Nach fast 100 Jahren erfolgreicher Arbeit am Standort Allach stoßen wir hier inzwischen deutlich spürbar an unsere Grenzen. Für das nächste Kapitel unserer Geschichte brauchen wir einen zukunftsfähigen, modernen Standort. Wir freuen uns, diesen in Parsdorf gefunden zu haben“, erklärt KraussMaffei-CEO Dr. Michael Ruf.

KraussMaffei ist einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Produktion und Verarbeitung von Kunststoff und Gummi. Das Branchenportfolio reicht von der Automobil-, Verpackungs-, Medizin- und Bauindustrie bis zu Herstellern von Elektrik- und Elektronikprodukten und Haushaltsgeräten. KraussMaffei beschäftigt weltweit rund 5.500 Mitarbeiter/-innen. Mit mehr als 30 Tochtergesellschaften und über 10 Produktionsstätten sowie rund 570 Handels- und Servicepartnern verfügt KraussMaffei über ein leistungsstarkes internationales Netzwerk.

Im Januar 2020 begann ifp consulting, die Realisierung des neuen Standorts mit planerischer und organisatorischer Expertise zu unterstützen. René Dierkes, Gesamtprojektleiter Werksneubau Parsdorf, KraussMaffei Technologies GmbH: „Die Zusammenarbeit war von Anfang an ebenso angenehm wie effektiv. Besonders förderlich für das Voranschreiten des Projekts ist die klare, systematische und analytische Vorgehensweise des ifp consulting Teams. Darüber hinaus leistet auch die kommunikative Kompetenz in den einzelnen Abstimmungsprozessen einen entscheidenden Beitrag zur fristgerechten Erarbeitung und Umsetzung von Lösungskonzepten.“

Neue Standortstrategie aufgrund neuer Herausforderungen

Dr. Michael Ruf: „Wir wollen in Parsdorf und auch an unseren anderen Standorten weltweit ein modernes, innovatives KraussMaffei formen.“ Eine automatisierte Logistik, optimierte Prozesse sowie eine konsequente Digitalisierung werden den Output steigern. Zudem wird in einem derartigen Produktionsumfeld die Entwicklung zukünftiger, technischer Neuentwicklungen enorm gefördert. Die Strategie zielt darauf ab, langfristig wettbewerbsfähig und auf den globalen Märkten führend zu bleiben. Außerdem wird mehr Raum geschaffen, um das Wachstum zu beschleunigen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue aufzubauen.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz – mit der größten auf einem Gebäude installierten Photovoltaik-Anlage Europas

Strom und Wärme werden in einem eigenen Blockheizkraftwerk erzeugt, das mit Gas betrieben wird. Die gigantische Photovoltaikanlage auf den Dächern kann bis zu 7.500 kWp Leistung liefern. In den neuen Hallen wird eine energieeffiziente Heizung mit Brennwerttechnik installiert. Torluftschleier verhindern, dass die Wärme nach außen entweicht. Die Bürogebäude werden mit multifunktionalen Heiz-Kühlsegeln ausgestattet. Anstatt einer Klimaanlage kann die Kälte aus der Brunnen-Grundwassernutzung gewonnen werden. Lüftungsanlagen für Hallen, Cafeteria und Verwaltung sind mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung und Energiesparventilatoren versehen. Die im gesamten Werk genutzte LED-Beleuchtung mit intelligenter Steuerung wirkt zusätzlich ressourcenschonend.

Großzügiges Biotop für eine positive Umweltbilanz

Da für den neuen Standort Äcker überbaut werden, müssen im Gegenzug Ausgleichsareale geschaffen werden. Im Süden des Geländes wird daher ein weitflächiges Biotop mit vielen Bäumen und Wasserflächen angelegt. Außerdem werden die Dächer der Parkhäuser komplett begrünt und die übrigen Gebäude mit Bienenstreifen ausgestattet. „Auch wenn das neue Werk flächenmäßig größer als das bisherige sein wird, fällt die Gesamt-Ökobilanz besser aus“, so René Dierkes.

Werkslogistik mit hohem Automatisierungsgrad

Die Intralogistik als Bindeglied zwischen den jeweiligen Produktionsschritten wurde mit Hilfe von ifp consulting an die zukünftigen Anforderungen angepasst. Von der kleinen Schraube bis zur 70 Tonnen Metallplatte: Ein hochmodernes Logistiksystem wird in Parsdorf insgesamt rund 24.000 km automatisierten Materialtransport ermöglichen. Die zentrale Logistik des neuen Standorts beinhaltet ein automatisches Hochregallager mit 11.600 Stellplätzen sowie ein automatisches Kleinteilelager mit 25.000 Stellplätzen.

Erfolgreiche Großprojekte nach Plan: systematische Vorgehensweise von ifp consulting

In der bisherigen Zusammenarbeit mit KraussMaffei standen die Konzept- und die Detailplanung im Vordergrund. Im Rahmen des Logistikkonzepts folgte die Anordnung der Bereiche dem übergeordneten Materialfluss im Werk: Rohteillager, mechanische Bearbeitung, Entkopplungspuffer, Lager, Kommissionierung, Vormontage, Lackierung, Montage und Inbetriebnahme bis hin zum Verpacken und schließlich dem Versand. Zu allen Arbeitspaketen wurde neben den Planungsergebnissen eine umfangreiche Abschlussdokumentation vorgelegt.

Bei der Montage-Segmentierung wurde intensiv geprüft, welche Tätigkeiten wann und in welcher Form sinnvoll sind und wie der Produktionsablauf in Einzelschritten sowie insgesamt optimiert werden kann. Ein wichtiges Kriterium: Die Reduzierung der Durchlaufzeit bei gleichzeitig geringeren Produktionskosten, um die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Eine Voraussetzung dafür ist die durchgehende Digitalisierung über alle Wertschöpfungsstufen.

René Dierkes: „ifp consulting zeichnet sich durch proaktives Leadership aus. Das eigenständige Umsetzen der vereinbarten Steps und der ständige Fokus auf die Kernpunkte der Gesamtstrategie haben sich als starker Motor für die Projektrealisierung herausgestellt.“

Von „Das geht nicht“ zu „So wird es funktionieren“

ifp consulting ist geprägt von einer Expertenkultur, die hinterfragt, die vorhandene Strukturen überprüft und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse Änderungsbedarf nicht nur klar anspricht – sondern mit präzise ausgearbeiteten Lösungskonzepten für eine effektive Überzeugungsarbeit sorgt. Ein Beispiel beim Projekt „Smart Factory Parsdorf“ war die Umstellung von einem 1-Schicht auf ein 2-Schicht-System in der Montage. Auch hier ist es gelungen, die anfängliche Skepsis bei Vertretern der Produktion durch stichhaltige und praxisorientierte Argumentation zu überwinden und die Belegschaft mit ins Boot zu holen. René Dierkes: „Durch diese kommunikative Qualität, die auf einer systematischen Darlegung von Lösungsstrategien beruht, entsteht eine Dynamik und ein Team Spirit, der jeder Phase immer wieder einen neuen Schub verleiht.“

Das größte Umzugsprojekt im Großraum München seit dem Flughafen „Franz Josef Strauss“ soll Mitte 2022 beginnen und 2023 abgeschlossen sein.

Kontakt:

ifp – Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg

Institut für Produktion und Logistik GmbH & Co. KG

Parkring 17

D-85748 Garching b. München

P +49 89 4567 27 0

F +49 89 4567 27 33

info@ifpconsulting.de

 

Download (pdf)  Kundenreferenz KraussMaffei

%d Bloggern gefällt das: